7 typische Website-Fehler von Handwerksbetrieben – und wie sie Kunden kosten
- Paul Ineichen
- 5. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Die eigene Website ist für Handwerksbetriebe längst zur digitalen Visitenkarte geworden – doch viele Unternehmen verschenken hier enormes Potenzial. Über 70% der potenziellen Kunden suchen heute online nach Handwerkern, und eine schlecht gestaltete Website führt dazu, dass Interessenten zur Konkurrenz abwandern. Die folgenden sieben Fehler kosten Handwerksbetriebe täglich wertvolle Aufträge.
Unübersichtliches Design und schlechte Navigation
Ein überladenes oder chaotisches Design ist der häufigste Grund, warum Besucher eine Website sofort wieder verlassen. Wenn potenzielle Kunden nicht innerhalb weniger Klicks die gesuchten Informationen finden, suchen sie sich einen anderen Anbieter. Zu auffällige Farbkombinationen, unleserliche Schriftarten oder ein überfrachtes Layout vermitteln den Eindruck von mangelnder Professionalität. Die Lösung: Ein klares, aufgeräumtes Design mit intuitiver Menüführung und gut strukturierten Informationen, das Vertrauen schafft und den Besucher direkt zu seinem Ziel führt.
Fehlende mobile Optimierung
Mehr als 70% aller Besucher greifen heute über Smartphones auf Websites zu. Wenn die Handwerker-Website auf mobilen Geräten nicht richtig funktioniert – verschobene Layouts, zu kleine Texte oder nicht nutzbare Formulare – verliert der Betrieb einen Grossteil seiner potenziellen Kunden. Viele Interessenten suchen unterwegs nach einem Handwerker, etwa in der Bahn oder direkt vor Ort. Ein responsives Design, das auf allen Endgeräten einwandfrei funktioniert, ist daher heute unverzichtbar.
Versteckte oder fehlende Kontaktinformationen
Ein klassischer Fehler: Die Telefonnummer steht nur im Impressum, und die Kontaktdaten sind schwer zu finden. Wenn ein Kunde Sie beauftragen möchte, muss er Sie innerhalb von Sekunden erreichen können. Versteckte Kontaktinformationen signalisieren mangelnde Erreichbarkeit und kosten täglich potenzielle Aufträge. Die Telefonnummer und E-Mail-Adresse sollten prominent auf jeder Seite sichtbar sein, idealerweise im Header-Bereich. Zusätzliche Kontaktwege wie WhatsApp oder ein gut strukturiertes Kontaktformular mit Auswahlfeldern entlasten sowohl Kunden als auch das Büro.
Schlechte oder fehlende Bilder
Handwerk lebt von Qualität und Vertrauen – doch viele Websites zeigen unscharfe Handyfotos, veraltete Bilder oder gar keine eigenen Arbeitsbeispiele. Stockfotos, die nichts mit dem Betrieb zu tun haben, wirken unglaubwürdig. Menschen entscheiden visuell, und ohne authentische, hochwertige Fotos von echten Projekten, dem Team und der Werkstatt fehlt die wichtigste Vertrauensbasis. Investitionen in professionelle Fotos zahlen sich durch deutlich höhere Anfragequoten aus.
Keine oder mangelhafte Suchmaschinenoptimierung
Viele Handwerker-Websites werden schlicht nicht gefunden, weil keine Keyword-Recherche durchgeführt wurde. Texte ohne spezifische Fachbegriffe und regionale Keywords wie "Heizungsbau Zürich" oder "Maler Genf" führen dazu, dass die Website in Google nicht erscheint. Viele Betriebe haben nur eine Startseite, eine "Über uns"-Seite und Kontaktdaten – zu wenig Content für eine gute Platzierung. Mit klaren Textstrukturen, lokalen Keywords, optimierten Seitentiteln und strukturierten Leistungsseiten lässt sich die Sichtbarkeit erheblich verbessern.
Zu langsame Ladezeiten
Nichts frustriert Nutzer mehr als eine Website, die ewig lädt. Bei vielen Handwerker-Websites wurden die Ladezeiten nicht optimiert, was dazu führt, dass Besucher die Seite verlassen, bevor sie überhaupt vollständig geladen ist. Google berücksichtigt die Ladegeschwindigkeit zudem als wichtigen Ranking-Faktor. Komprimierte Bilder, schlanker Code und ein guter Hosting-Anbieter sind entscheidend, um Besucher nicht an die schnellere Konkurrenz zu verlieren.
Veraltete oder fehlende Inhalte
Websites, die einmal erstellt und nie wieder aktualisiert werden, fallen in den Suchmaschinen-Rankings zurück. Suchmaschinen bevorzugen aktuelle Inhalte, und veraltete Informationen vermitteln den Eindruck eines inaktiven Betriebs. Langweiliger oder nichtssagender Content ohne konkrete Leistungsbeschreibungen kostet Vertrauen und Sichtbarkeit. Regelmäßige Updates mit neuen Projekten, Blogbeiträgen oder aktuellen Angeboten halten die Website lebendig und verbessern sowohl das Ranking als auch die Conversion-Rate.

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